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Monday, 02. October 2017

Junior-Ingenieur-Akademie forscht rund um das Thema Plastik

Im Rahmen der Junior-Ingenieur-Akademie beschäftigten sich Schülerinnen der neunten Klassen gemeinsam mit ihren ungarischen AustauschschülerInnen mit dem Thema: "Planet Plastik - Produktions- und Abfalltechnik in der Zukunft" und gingen dabei folgenden Fragen nach: "Wie werden Kunststoffprodukte konstruiert? Welche Vor- und Nachteile ergeben sich durch die Kunststoffproduktion und welche umweltschonenden Alternativen existieren? Wie kann eine nachhaltige Entsorgung erfolgen?"

Die Erarbeitung erfolgte praxisorientiert und selbständig in verschiedenen Projekten.

Bei der Planung, Entwicklung und Anfertigung eines Alltagsproduktes aus Kunststoff besuchten die SchülerInnen das Covestro Science Lab in Leverkusen, um dann im Schullabor ökologische Plastikderivate selbst anzufertigen und diese bei einem Workshop der Hagen-Stiftung auf Festigkeit zu testen und einen weiteren Prototyp zu konstruieren.

Es folgten Experimente mit Kunststoffprodukten beim Projekt "Klima-Teens" der Energie-Agentur NRW sowie ein Projekt bei "Bonn Orange" zum Thema Recycling. Im Anschluss erhielten die Schüler die Möglichkeit, mit dem Leiter für Public Affairs des "Grünen Punktes" Deutschland zu diskutieren.

Am Freitag, dem 08.09.2017 wurden die Projektergebnisse der Schüler zu diesem zukunftsrelevanten Thema in der Liebfrauenschule Bonn präsentiert. Dabei waren auch Mitglieder der beteiligten Institutionen und Unternehmen (Telekom Stiftung, Grüner Punkt Deutschland, Pädagogischer Austauschdienst) anwesend.

 

Herstellung von Polylactat
Nachweis von Milchsäurebakterien im Joghurt
Plexiglas-Bearbeitung in der Dr. Reinhold-Hagen-Stiftung
Die Technikprojektgruppe aus Ungarn und Deutschland
Herstellung von Polylactat
Im Covestro-Science-Lab

Roberta: Schülerinnen der MINT-Akademie der 6. Klassen bauen und programmieren Roboter

30 Schülerinnen der MINT-Akademie der 6. Klassen besuchten an zwei Tagen das Deutsche Museum in Bonn und führten dort den Workshop „Roberta“ durch. Legoroboter werden gebaut und anschließend programmiert, sodass sie sich nicht nur fortbewegen, sondern auch Hindernisse erkennen und Geräusche machen können. Die Mädchen hatten großen Spaß an dem Workshop.

JIA: Besuch in der Bundesnetzagentur

Wer hat schon mal die Möglichkeit, das deutsche Stromnetz von heute und die Szenarien für 2024 zu sehen… den Teilnehmerinnen der Junior-Ingenieur-Akademie der Liebfrauenschule wurde dies am 03.07.2017 bei einem Besuch der Bundesnetzagentur ermöglicht. Nach einer fachlichen Einführung in die Thematik „Netzausbau“ durften sie an den Rechnern üben, wie man in der Bundesnetzagentur den notwendigen Netzausbau berechnet und prüft. Der Besuch beschloss die Unterrichtsreihe der JIA: „Regenerative Energien in der Zukunft“. Nachdem im letzten halben Jahr viele Experimente zu den verschiedenen unterschiedlichen regenerativen Energieträgern durchgeführt wurden, konnten die Schülerinnen nun einen Einblick in die Probleme des Netzausbaus im Zusammenhang mit erneuerbaren Energieträgern erhalten und sie erfuhren, wie die Stromnetze zukunftssicher gestaltet werden sollen.

 

 

JIA: Interview beim „Branchentag Windenergie NRW“

Die Schülerinnen der JIA besuchten am 28.06.2017 auf Einladung des Veranstalters den Branchentag Windenergie. Nachdem sie sich ein halbes Jahr im Rahmen der JIA wöchentlich mit dem Thema „Regenerative Energien“ auseinandergesetzt hatten, bot sich nun die Möglichkeit, vor Ort mit Vertretern der Branche zu diskutieren. Davon machten die 10 Schülerinnen ausführlich Gebrauch. Zudem nahmen sie auch an Vorträgen zur Thematik teil. Der Tag endete mit einem Interview mit Sebastian Lorenz von „Wind TV“, in dem dieser die Schülerinnen über ihr JIA-Projekt und ihre Erfahrungen am Branchentag befragte.

 

 

Wie wird eigentlich Schokolade gemacht?

Ob in Riegeln auf Kuchen oder Brotaufstrich - hinter jedem Gramm Schokolade steckt harte Arbeit, wie die Schülerinnen der Stufe 9 im Rahmen der MINT-Akademie im Juni 2017 am eigenen Leib erfahren konnten.

Gemeinsam mit Guido Krause und Gesche Neusel von der Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg erhielten die Schülerinnen an zwei Tagen einen Einblick in den Prozess der Schokoladenherstellung von der Bohne bis zur fertigen Tafel und in die Strukturen der Fachhochschule.

Nach einer kurzen Einführung über Schokolade hieß es Entscheidungen treffen: Welche Bohnen, wie viel Zucker und welcher Anteil Kakaobutter und Milchpulver sollte in die Schokolade. Die gewählten Bohnen mussten geröstet und in Handarbeit gebrochen werden. Zusammen mit den übrigen Zutaten werden sie gemischt und anschließend gewalzt.

Der Conchiervorgang dauerte in den Anfängen der Schokoladenherstellung bis zu 90 Stunden, mit maschineller Unterstützung wurde die Schkololade eine Nacht bearbeitet. Eine Führung durch die Fachhochschule rundete den ersten Tag ab. Am folgenden Tag stellte das Temperieren die Schülerinnen bei Außentemperaturen über 30°C vor Herausforderungen.

Anschließend konnte die Schokoladenmasse in die Formen gegossen und abgekühlt werden. Bevor die fertigen Tafeln gekostet und die verschiedenen Mischungen verglichen werden konnten, mussten diese allerdings aus den Formen gelöst werden, was –je nach Sorgfalt beim Temperieren und Gießen- gar nicht so einfach war.

Neben den Einblicken in die Schokoladenherstellung und einem bei allen Gruppen gelungenen Endprodukts konnten die Schülerinnen auch einen Eindruck von der Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg, industriellen Arbeitsweisen, kakaoproduzierenden Ländern und Gestaltungsmöglichkeiten von Schokoladen mit nach Hause nehmen.

 

 

MINT-Akademie der EF an der Universität Bonn

Die Schülerinnen der MINT-Akademie der EF verbrachten zwei Nachmittage im Institut für Fachdidaktik der Biologie an der Universität Bonn. Dort wurden zuvor von Studentinnen und Studenten des Master-Studiengangs "Lehramt Biologie" Stationen mit Experimenten, Materialien und Modellen rund um das Thema "Biologie und Sport" erstellt. Nachdem die Schülerinnen die Stationen bearbeitet hatten, wurden diese mit in die Schule genommen. Dort haben die MINT-Akademie-Teilnehmerinnen die Aufgabe, die Stationenarbeit in den Biologie-Kursen mit ihren Mitschülerinnen durchzuführen. Abschließend werden die Stationen evaluiert.

 

 

Workshop der MINT-Akademie der 8. Klassen im Deutschen Museum

Die Schülerinnen der MINT-Akademie und die JIA der 8. Klassen besuchten am 22.06.2017 das Deutsche Museum in Bonn und führten einen Workshop zum Thema "Prima Klima" durch. Dabei wurden in Paaren verschiedene Experimente durchgeführt. Die Ergebnisse wurden anschließend im Plenum präsentiert und diskutiert.

 

 

Jugendpreis für engagierte Querdenker 2017

10.06.2017

Für die Initiative "Zero Waste and No Plastic" wurden die Schülerinnen Hannah Bornemann (Liebfrauenschule) und Fee-Aurora Winkler (Gymnasium Calvarienberg, Remagen) am 16.05.2017 mit dem "Jugendpreis für engagierte Querdenker 2017" der Evangelischen Akademie ausgezeichnet und für den "Deutschen Engagementpreis" nominiert.

Nähere Informationen zur Initiative sowie weitere Neuigkeiten aus dem MINT-Bereich der Liebfrauenschule finden Sie

 

Zero Waste and No Plastic

Die Problematik des Plastiks ist in aller Munde. Jeder weiß, wir müssen etwas gegen unseren Plastikkonsum tun, weil wir so uns und unsere Umwelt vergiften und unseren Planeten zerstören. Aber wer verändert wirklich etwas in seinem Leben? Welche Möglichkeiten gibt es überhaupt noch, plastikfrei, oder plastikarm zu leben, ohne dass die Lebensqualität stark leidet?

Um diese Diskrepanz zwischen Bewusstsein und tatsächlichem Handeln zu überwinden und SchülerInnen Wege aufzuzeigen, wie es sich ohne Plastik Leben lässt, haben Fee-Aurora Winkler (Gymnasium Calvarienberg, Remagen) und ich (Hannah Bornemann, Q1) unsere Initiative „Zero Waste and No Plastic“ gegründet.

Wir haben Seminare für SchülerInnen der 5./6. (Plastik in der Natur), 7./8. (Mikroplastik im Körper und der Natur) und 9./10. Klassen (Plastikfreier Konsum) entwickelt:

Wir wollen informieren, motivieren und aktivieren!

Wir möchten über die durch Plastik entstehenden Probleme aufklären.

Wir möchten ein Umdenken in der Gesellschaft erwirken.

Wir möchten einen plastikarmen Konsum erreichen.

Unsere Seminare bieten die Möglichkeit, SchülerInnen aller Altersklassen zu erreichen und mit der Problematik bekannt zu machen. Durch die Loslösung vom Unterricht bekommen wir die Chance, besonderes Interesse der Jugendlichen zu wecken.

Für unser Engagement wurden wir am 16.05.2017 mit dem „Jugendpreis für engagierte Querdenker 2017“ der Evangelischen Akademie ausgezeichnet und wurden für den „Deutschen Engagementpreis“ nominiert.

In der nächsten Zeit werden wir ein Seminar mit Grundschülern durchführen und so erste praktische Erfahrungen sammeln. Unsere Module werden wir anschließend evaluieren und eine eigene Homepage erstellen. Danach werden wir richtig loslegen und das Alumni-Netzwerk für ehemalige Seminarteilnehmer gründen.

Kontakt: zerowaste.noplastic@web.de

 

 

Besuch des Rhein-Ahr-Campus in Remagen

Die MINT-Akademie der Stufe 11 war am Mittwoch, dem 22.03.17, in Remagen am Rhein-Ahr-Campus. Dort haben wir uns einen Tag mit Pulssensoren und Ultraschall beschäftigt.

Zu Beginn wurden uns erst einmal der Rhein-Ahr-Campus vorgestellt, die Fachrichtungen, die dort studiert werden können und der Aufbau der Fachhochschule.

Darauf folgte eine Theorieeinheit, in der wir uns zuerst mit dem Pulssensor beschäftigt haben, der von uns später nachgebaut werden sollte. Dabei wurde uns erklärt, wofür die einzelnen Teile zuständig sind und wie der Pulssensor dann später funktioniert.

Danach wurden uns Regeln erklärt, die wir später beim Löten, also beim Bau des Pulssensors, beherzigen sollten, damit dies unfallfrei abläuft.

Im zweiten Teil der Theorieeinheit haben wir uns mit Ultraschall beschäftigt. Zur Einführung wurde erklärt, was Ultraschall genau ist und wie das Ultraschallgerät funktioniert.

Nach der Mittagspause begann dann der Praxisteil, in dem wir den Pulssensor gebaut haben. Zu Beginn haben wir an einer Übungsplatte das Löten geübt, damit wir den Pulssensor auch funktionstüchtig bauen können und nicht zu große Probleme dabei haben würden.

Nachdem alle einigermaßen gut löten konnten, ging es los mit dem Pulssensor. Nach einer Anleitung musste Teil für Teil an die richtigen Lötstellen gelötet werden.

Zwischendrin konnte man auch ein bereitstehendes Ultraschallgerät ausprobieren und sich selber oder seine Gruppenpartnerin „ultraschallen“.

Als der Pulssensor dann fertig war, kam der große Moment des Anschaltens, um zu sehen ob man alles richtig gemacht hatte. Kleine Fehler konnten noch behoben werden und jeder durfte einen funktionstüchtigen Pulssensor mit nach Hause nehmen.

Friederike Schlotmann

 

 

Untersuchungen zur Effektivitätssteigerung bei der Biogasproduktion

In Zusammenarbeit mit der Universität Bonn haben sich die JIA der Liebfrauenschule und Paula Strömer im Rahmen ihrer Facharbeit (Schuljahr 2016/2017) mit dem Effekt von Ethanol in der Biogasproduktion beschäftigt. Dazu führten sie Experimente mit Biogasschlamm aus der NawaRo Anlage nahe Troisdorf durch. Die Bioschlamm-Ansätze wurden bei 40 °C und bei Raumtemperatur und mit und ohne Zugabe von Alkohol kultiviert. Die entstandene Biogasmenge wurde in Gasbeuteln aufgefangen und durch Wasserverdrängung in einer Wassersäule täglich gemessen. Paula Strömer ermittelte zusätzlich noch die Methankonzentration in der Universität mittels Gaschromatographie.

In weiteren Ansätzen werden die Ergebnisse der Untersuchung in den nächsten Monaten nochmals verifiziert.

Die Schülerinnen erhielten zudem durch Frau Dr. Sarah Refai einen Einblick in die Biogas-Forschung im Institut für Mikrobiologie der Universität Bonn. Sie unterstützte die Schülerinnen auch während der Projektarbeit im Schullabor.

 

Jugend forscht 2017

16.03.2017

Wie wirken eigentlich Deos? Sind Handystrahlen negativ für das Pflanzenwachstum? In welchem Zusammenhang stehen Oxalsäure, Zähne und Nierenleiden? Und ist Honig tatsächlich antibakteriell oder doch nur süß? Mit ihren Projekten zu diesen Fragen punkteten unsere Schülerinnen beim diesjährigen „Jugend forscht“-Regionalwettbewerb Bonn/Köln. Maike Simon, Antonia Grönefeld, Maya Heister, Julia Bui und Alina Rupp (alle Q2) nahmen am "Jugend forscht"-Wettbewerb in der Sparte Biologie teil, während die Fünftklässlerinnen Leona Gemmel und Julia Krüger den stolzen 2. Platz beim Wettbewerb "Schüler experimentieren" belegen konnten. Maike Simon gewann zudem ein Abo für die Fachzeitschrift "Bild der Wissenschaft". Ein weiterer schöner Erfolg: Für ihr großes Engagement bei der Betreuung der Forschungsprojekte haben die LFS-Lehrerinnen Dr. Barbara Busert und Anne Wild den Sonderpreis für Talentförderung erhalten. Unsere herzliche Gratulation!

Lesen Sie hier die Abstracts der vier diesjährigen Forschungsbeiträge von Schülerinnen der Liebfrauenschule:

 

Verstrahlte Pflanzen: Auswirkungen von Handystrahlung auf das Pflanzenwachstum

Smartphones und Handys strahlen permanent. Apple hat darauf aufmerksam gemacht, dass man deswegen beim neuen iPhone7 nur mit der Freisprech-Einrichtung telefonieren soll. Außerdem gibt es einen Zusammenhang mit der Krankheit Krebs. Wie jedoch wirken sich Handystrahlen auf Zellen aus? Um dies zu untersuchen, haben wir verschiedene Samen (Kresse, Sojabohnen, Alfalfa, Linsen, Erbsen und Kichererbsen) bei der Keimung Handystrahlung ausgesetzt. Anschließend haben wir folgende Messungen durchgeführt: - Länge - Breite - Anzahl der Gekeimten - Anzahl der Blätter. Mit dem Mikroskop wurden die Zellen der Pflanzen untersucht (Wurzel, Blatt). Die verstrahlten Pflanzen haben wir mit den nicht-verstrahlten Pflanzen verglichen. Mit Handystrahlung sind die Samen besser gekeimt, aber nicht besser gewachsen. Wissenschaftler haben Mungo-Bohnen mit Handystrahlung untersucht und festgestellt, dass weniger Wurzeln gewachsen sind. Bei unserem Versuch hat sich die Handystrahlung auch negativ auf die Länge ausgewirkt. Uns macht das Ergebnis Angst, weil wir alle das Handy sehr oft verwenden. Da die Strahlung Auswirkung auf die Pflanzen hat, dass die Auswirkung auf den Menschen auch negativ sein könnte. Das müsste unbedingt weiter untersucht werden, zumal ja sogar Apple vor der hohen Strahlung des iPhone7 warnt.

Leona Gemmel und Julia Krüger

 

Honig – süßes Nahrungsmittel oder ernstzunehmende Arznei?

Honig wird seit Jahrtausenden eine heilende Wirkung zugesprochen.

In unserer Facharbeit haben wir uns mit der antibakteriellen Wirkung des Honigs beschäftigt.

Wir versuchten den Auslöser der möglichen antibakteriellen Wirkung zu finden und stellten die Hypothese auf, dass Honig aus Heilpflanzen, bei denen eine antibakterielle Wirkung nachgewiesen ist, ebenfalls wirksam ist. Dazu untersuchten wir Thymianhonig, Lavendelhonig, Manukahonig und wählten den in der Apotheke erhältlichen Medihonig und einen selbst hergestellten Blütenhonig als Referenzen. Durch Literaturrecherchen entwickelten wir mehrere Experimente zur Untersuchung der antibakteriellen Wirkung und ihrer Ursachen (photometrische Versuche mit grampositiven und gramnegativen Bakterien, Untersuchungen des Wasser- und Glucosegehalts, etc.).

Insgesamt konnten wir dem Thymianhonig und dem Manukahonig eine antibakterielle Wirkung zusprechen, wohingegen der Lavendelhonig in Bezug auf Bacillus subtilis lediglich hemmend wirkte.

Antonia Grönefeld und Maja Heister

 

Primäre Hyperoxalurie: Analyse von Oxalsäure in Zähnen als möglicher Nachweis für das Fortschreiten des Nierenleidens

In meinem Projekt habe ich mich mit dem Thema Oxalsäurenachweis in Zähnen beschäftigt. Dabei untersuchte ich in meiner Arbeit die Fragestellung, ob ein solcher Befund als frühzeitiger Hinweis auf eine systematische Oxalatablagerung bei Patienten mit Primärer Hyperoxalurie dienen kann.

Zunächst habe ich mir Informationen über die Erkrankung Primäre Hyperoxalurie (PH) durch Literaturrecherche angeeignet. Danach habe ich in einem Labor von Prof. Dr. Bernd Hoppe in der Uniklinik Bonn die Zähne selbst mittels zwei verschiedener Methoden untersucht: Zuerst wurde die Methode der Abgeschwächten Totalreflexion (ATR) verwendet, die deutlich zeitsparender und heutzutage die gängigere Variante ist. Trotzdem habe ich die Ergebnisse abermals mit der Pressling-Methode überprüft, um die Resultate zu bestätigen. Beide Methoden arbeiten mit Infrarot-Spektroskopie.

Anschließend habe ich die Ergebnisse ausgewertet, um dann eine Antwort auf die ursprüngliche Fragestellung zu finden.

Maike Simon

 

Wenn das Deo versagt – Untersuchungen zur antibakteriellen Wirkung von Deos

Schwitzen ist ein natürlicher Vorgang des Körpers. Um den dabei entstehenden unangenehmen Geruch zu überdecken, verwendet man Deos. In unserer Projektarbeit beschäftigen wir uns damit, wie dieser Geruch entsteht und ob die Deos, die man in Drogeriemärkten kaufen kann, wirklich gegen den Geruch helfen. Zusätzlich unterscheiden wir Deos mit Alkohol von alkoholfreien Deos und untersuchen, ob sie antibakteriell wirken, wie auf den Produkten gekennzeichnet.

Außerdem setzen wir uns mit den Inhaltsstoffen, die in den meisten Deos enthalten sind, auseinander, da beispielsweise Aluminiumchlorohydrate, die häufig für Deos verwendet werden, sehr stark in der Kritik stehen. Aufgrund dessen werden wir versuchen ein eigenes Deo herzustellen, welches komplett aus natürlichen Stoffen besteht und eine gute Wirkung für den Körper hervorruft.

Julia Bui, Alina Rupp

 

"Wieso müssen Gurken eine Plastikverpackung haben?"

08.12.2016

Liebfrauenschülerin Hannah Bornemann (Q1) stellt sich diese und andere Fragen zum Thema Klima-, Ressourcen- und Umweltschutz schon lange. Mittlerweile hat sie ihren gesamten Alltag und auch den ihrer Familie umgestellt: Kunststoff, Blech und Co. kommen ihr nicht mehr als Verpackung von Lebensmitteln ins Haus, auf den Tisch gehören ausschließlich regionale und saisonale Produkte.

Der Generalanzeiger Bonn berichtet ausführlich über Hannahs Engagement für den weltweiten Klimaschutz. Lesen Sie hier mehr...

www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/stadt-bonn/Plastik-und-Blech-sind-f%C3%BCr-Hannah-Bornemann-tabu-article3414288.html

Mehr über Hannahs Forschungen zum Thema "Relevanz der Verpackungswahl für die Klimabilanz" bei der Schülerakademie 2° Campus des WWF Deutschland können Sie im folgenden erfahren.

 

 

 

 

 

MINT und Klimaschutz

© WWF/ Arnold Morascher
© Eigene Darstellung nach Meier und Christen (2012)
© WWF/ Arnold Morascher
© WWF/ Arnold Morascher

Das 2°-Limit: Jeder spricht davon. Letztes Jahr wurde es in Paris verabschiedet. Bis 2050 soll die Treibhausgas-Emission um 95% reduziert werden. Aber wie kann man das erreichen? Um das 2°-Limit zu erreichen, müssen wir in den vier Bereichen Ernährung, Mobilität (Fortbewegung), Energie und Wohnen Treibhausgasemissionen einsparen!

Ich, Hannah Bornemann (Q1), habe am 2° Campus einer Schülerakademie vom WWF für 20 Jugendliche aus ganz Deutschland teilgenommen. Wir haben in den letzten sieben Monaten an unseren Forschungsfragen gearbeitet und haben abschließend unsere Ergebnisse vorgestellt. Wir waren in vier Forschungsgruppen eingeteilt, ich war in der Forschungsgruppe Ernährung.

Zuerst haben wir in Berlin Vorlesungen von renommierten Klimaforschern gehört, in denen sie uns die wissenschaftliche Grundlage für unsere Forschungszeit gegeben haben und anschließend unsere eigenen Forschungsfragen zusammen mit unseren wissenschaftlichen Mentoren von den Partneruniversitäten entwickelt (Osterferien). In den Sommerferien haben wir an den Partneruniversitäten weiter an unseren Forschungsfragen gearbeitet. Das Team Ernährung hat an der HNE Eberswalde geforscht. Nach den Herbstferien haben wir unsere Ergebnisse an der Universität in Wuppertal vor einem großen Publikum vorgestellt und haben die Möglichkeit bekommen mit renommierten Forschern und NGOs über unsere Ansätze und Ergebnisse zu diskutieren. Zwischen den Blöcken haben wir den Stand unserer Forschungen immer wieder in Artikeln für die WWF-Jugend publiziert und Studien zu unseren Themen gelesen.

Wieso müssen Gurken eine Plastikverpackung haben?

Wer kennt das nicht? Der samstagmorgige Großeinkauf und nachdem das Gemüse ausgepackt ist, ist der gesamte Plastikmüll voll mit Verpackungen. Das Müsli wird aus der Plastiktüte in die Dose geschüttet und die Nüsse und Hülsenfrüchte werden ebenfalls sofort umgefüllt. Wieso also nicht direkt mit diesen Dosen einkaufen gehen, um Verpackung zu sparen?

Was ist überhaupt die beste Verpackung? Wenn man vor dem Regal mit den Tomatensoßen im Supermarkt steht, kann man sich das schnell fragen. Soll ich die Tomatensoße im Tetrapack, in der Glasflasche oder in der Aluminiumdose kaufen?

Im Sektor Ernährung fallen jährlich ca. 2,1 Tonnen pro Person an klimarelevanter THG–Emission an. Das ist ungefähr so viel, wie im Sektor Mobilität. 10% der 2,1 t werden durch Verpackung verursacht, welche den drittgrößten Teilbereich ausmachen. (s. Grafik rechts)

Da ein Bewusstsein für den Zusammenhang zwischen dem Verzehr von tierischen Produkten und Klimaerwärmung in der Gesellschaft bereits besteht, wenn auch die Handlungsbereitschaft zur Reduktion dieses Konsums in weiten Teilen der Gesellschaft noch fehlt, bestand für uns Handlungsbedarf in anderen Bereichen der Ernährung. Weil der drittgrößte Teilbereich der THG-Emission die Verpackung ausmacht, haben wir vom Team Ernährung uns mit der Forschungsfrage beschäftigt:

Welche Optionen haben Verbraucher*innen durch die Verpackungswahl, die Klimabilanz ihres Lebensmittelkonsums zu optimieren?

Mit dieser Frage haben sich Giulia, Elisabeth, Fee–Aurora und ich in den letzten sieben Monaten auseinandergesetzt. Unsere Methoden waren eine Literaturrecherche zu verschiedenen Verpackungsoptionen, eine eigene Online-Umfrage zum Verbraucherverhalten, Fachgespräche zu Möglichkeiten und Grenzen von Unverpacktläden und ein Kochexperiment, in dem wir die Alltagstauglichkeit unserer Forderungen getestet haben. Nach Abschluss unserer Forschungsarbeit haben wir noch einen 5-minütigen Wissenschaftspodcast erstellt. Für das Kochexperiment haben wir acht Rezepte verpackungsfrei zubereitet und waren zum Einkaufen nur in zwei verschiedenen Läden!

Darum kommen wir zu dem Fazit, dass unverpackt einkaufen absolut machbar ist!

Unsere Empfehlung lautet daher, regional und auf Märkten einzukaufen, da so der Verpackungsmüll tendenziell reduziert wird. Verbraucher*innen sollten zudem auf auffällig verpackte und unnötige bzw. offensichtlich marketingorientiert verpackte Produkte verzichten und auf Alternativen umsteigen.

Spaß, Ehrgeiz und Erfolg!

Die Zeit beim 2° Campus war sehr interessant, inspirierend und auch sehr schön. Es war eine tolle Erfahrung, zusammen mit „Gleichgesinnten“ aktiv etwas gegen den Klimawandel zu tun. Wir haben unglaublich viel gelernt und Freunde in ganz Deutschland gefunden!

Auch wenn es zum Teil sehr anstrengend war und wir wenig geschlafen haben, weil wir teilweise bis 1 Uhr nachts gearbeitet haben und am nächsten Morgen wieder um 7 Uhr auf-stehen mussten…

Ein super Projekt, das ich jeder empfehlen kann, die sich für das Thema Klimaschutz interessiert!

Der Spaß kam auch nie zu kurz! Wir haben untereinander sehr viel diskutiert, Visionen aus-getauscht und vor allem viele lustige Spiele gespielt und dabei echt viel Spaß gehabt! Nach dem 2° Campus werden wir vom Team Ernährung an unserem Thema weiterforschen und bereiten uns gerade auf eine Teilnahme bei „Jugend forscht“ vor. Unsere ausführlichen Ergebnisse als Powerpointpräsentation:

www.wwf-jugend.de/durchstarten/2-grad-campus/ergebnisse/

Unser 5-minuten-Podcast:

https://soundcloud.com/wwfdeutschland/wie-beeinflussen-verpackungen-die-klimabilanz-unseres-lebensmittelkonsums

 

 

 

MINT-Abend an der LFS

Die Liebfrauenschule Bonn wurde in diesem Jahr erneut als MINT-freundliche Schule ausgezeichnet (MINT = Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik). Im Rahmen unseres MINT-Schwerpunkts finden das ganze Jahr über spannende Projekte, Kurse und Workshops statt.

Um einen Einblick in die Forschungswelt der Schule zu geben, fand am 20.06.2016 eine Festveranstaltung an der LFS statt: Hier stellten Schülerinnen verschiedene Projekte und Experimente aus dem MINT-Bereich vor, z.B. Ergebnisse der MINT-Akademie-Workshops, der Jugend-forscht-AG, Projektkurs-Arbeiten und Facharbeiten.

Einer der Schwerpunkte des Abends war die Präsentation des EU-Projekts MultiCO, an dem die LFS als eine von drei deutschen Schulen teilnimmt. In dem Projekt geht es darum, Naturwissenschaften für die Klassen 7-9 attraktiver zu machen, indem die Alltags- und Gesellschaftsrelevanz naturwissenschaftlicher Fächer in den Vordergrund gestellt wird.

Im Rahmen eines Wettbewerbs entwarf die Klasse 7b im Kunstunterricht Logos für MultiCO. Die Schülerin Anna Schnabel gewann hierbei einen mit 300 € dotierten Preis, der ihr von Frau Prof. Dr. Annette Scheersoi überreicht wurde, Verantwortliche für das EU-Projekt in Deutschland und Professorin für Fachdidaktik der Biologie an der Uni Bonn. Glückwunsch an Anna und die 7b!

 

MINT-Akademie im Covestro Science Lab

Von Nina Binot und Katharina Molkow

Am 11.05.16 haben wir, die MINT-Akademie der Stufe 9 und Fr. Dr. Busert, das Covestro Science Lab in Leverkusen besucht. In einer kurzen Einführung wurde uns die Firma vorgestellt, erklärt, was wir machen und mit welchen Materialien wir arbeiten. Unser Ziel war es, am Ende des Tages unter eigener Leitung einen Becher hergestellt zu haben. Wir durften uns für verschiedene Teams melden. Es gab fünf Bereiche mit den Aufgaben: Kommunikation, Design, Technik, Forschung und Finanzen. Da sich nicht alle gleichmäßig auf die Teams aufteilen konnten, musste das Kommunikationsteam für die Verteilung sorgen. Nachdem jedes Team genug „Personal“ hatte, begannen sie mit ihren Aufgaben.

Zuerst musste das Designteam mit Hilfe einer Umfrage entscheiden, welche Farbe der Becher am Ende haben soll. Unsere Gruppe hat sich für einen hellen, klaren Fliederton entschieden. Danach gab das Technikteam eine Probe des Granulats an das Forscherteam. Dieses überprüfte die Feuchtigkeit im Granulat, damit im Endprodukt keine Lufteinschlüsse zu sehen sein würden. Unser Granulat wurde während der Mittagspause vom Technikteam getrocknet. Das Designteam hat in der Zwischenzeit einen Namen für das Produkt ausgesucht und dann ein Storyboard für die Werbung geschrieben. Das Forschungsteam hat verschiedene Experimente durchgeführt, und das Finanzteam hat ausgerechnet, wie viel ein Becher kosten müsste, wenn alle anderen Kosten (Energie-, Personal- und Mietskosten) damit uneingeschränkt gedeckt werden und ein Gewinn erzielt wird. Der vorläufige Preis betrug ungefähr 85 Euro. Das Kommunikationsteam hat alles koordiniert, alles dokumentiert und Zertifikate erstellt. Kurz vor der Mittagspause gab es eine kleine Präsentation aller Ergebnisse.

Nach der Mittagspause wurde die Spritzmaschine mit dem Granulat gereinigt. Danach konnte die Produktion gestartet werden. Nachdem die ersten Becher hergestellt wurden, kontrollierte das Forscherteam diese. In der Zwischenzeit fing das Designteam mit dem Dreh des Werbefilms an. Das Finanzteam schaffte es, den Preis von ursprünglich 85 Euro auf 3 Euro zu minimieren, was auch der Wunschpreis war. Das Forscherteam führte noch andere Versuche durch und wertete diese aus. Das Kommunikationsteam machte aus den Fotos eine Diashow. Am Ende wurden die endgültigen Ergebnisse noch vorgestellt und ein Fazit gezogen.

Insgesamt war es ein sehr lehrreicher Tag, und alle sind mit neuen Eindrücken nach Hause gegangen.