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Friday, 07. December 2012

Leitsätze unseres "katholischen" Profils


Unser Miteinander versuchen wir, an folgenden Leitsätzen*) auszurichten:


Personale Würde aller am Schulleben beteiligten Menschen

Wir lernen, lehren, leben und begegnen einander in der Grundüberzeugung, dass allen Menschen dieselbe personale Würde zukommt. Begründet ist diese Würde im Glauben, dass Gott den Menschen als sein Ebenbild geschaffen hat (vgl. Gen 1,27).

Wir orientieren uns in unserem Miteinander an Jesus Christus, in dem sich Gott personal offenbart hat. Seine liebende Zuwendung zu den Menschen ist für uns gleichermaßen Zuspruch und Anspruch, Gabe und Aufgabe.

Ganzheitliche Wahrnehmung und Erziehung

Aus der Grundüberzeugung, dass allen am Schulleben Beteiligten eine unverlierbare Würde zukommt, bemühen wir uns um einen ganzheitlichen Blick auf Schülerinnen, Lehrer, Eltern und Mitarbeiter. Ziel unseres Lernens, Lehrens und Miteinander-Lebens soll die kontinuierliche Entwicklung der jeweiligen Persönlichkeit in kognitiver, emotionaler, sozialer und motorischer Hinsicht sein.

• Sensibilisierung für den religiösen Sinn menschlichen Daseins und Leben unseres Glaubens 

Besonders wichtig ist uns die religiöse Dimension menschlichen Lebens. So bemühen wir uns um eine Förderung der Offenheit unserer Schülerinnen, Lehrer, Eltern und Mitarbeiter für den religiösen Sinn ihres Lebens. Wir feiern und leben unseren christlichen Glauben in jeweiliger konfessioneller Prägung bei gleichzeitiger ökumenischer Offenheit. Durch unser schulpastorales Engagement tragen wir mit dazu bei, dass unsere Schülerinnen, Lehrer, Eltern und Mitarbeiter ihren eigenen Glauben besser verstehen und zur Entfaltung bringen können. Dabei pflegen wir eine Kultur des Respekts gegenüber Angehörigen anderer Religionen sowie gegenüber solchen, die noch nicht oder nicht mehr glauben.

• Durchdringung von religiöser und säkularer Bildung

Die religiöse Bildung unserer Schülerinnen, Lehrer, Eltern und Mitarbeiter soll nicht als äußere Zutat im Sinne von einer zusätzlichen Ergänzung zur säkularen Bildung verstanden werden. Vielmehr versuchen wir, beide Dimensionen von Bildung aufeinander zu beziehen und miteinander zu verbinden, so dass alles Lernen und Lehren immer auch von dem Bemühen um eine religiöse Sicht auf die Wirklichkeit der Dinge getragen ist.

• Werteerziehung und Pflege einer christlich geprägten Schulkultur 

Allen Unterrichtsfächern und den am Erziehungsauftrag unserer Schülerinnen Beteiligten kommt gleichermaßen die Aufgabe zu, wertbezogene Einstellungen und Haltungen, die uns aus dem christlichen Menschenbild erwachsen, zu fördern, konkret zu leben und in das eigene Handeln zu integrieren.

Wichtig ist uns die Pflege einer Schulkultur, die an der Art und Weise unseres Umgangs miteinander erkennen lässt, „wes Geistes Kinder“ wir sind. Auf diese Weise glauben wir, unseren Schülerinnen Orientierungshilfen für ihr späteres Urteilen und Handeln im persönlichen, gesellschaftlichen, politischen und religiösen Bereich an die Hand geben zu können.

• Wechselseitiges Lernen und Glauben als dauerhafter Prozess

In all unserem Bemühen sind wir davon überzeugt, dass Lernen keine Einbahnstraße ist; auch lernt man nie aus. Alle am Schulleben Beteiligten sind in je eigener Weise und mit je unterschiedlicher Verantwortlichkeit am wechselseitigen Lernprozess unserer Schulgemeinde beteiligt. Gemeinsam tragen wir nicht nur zur Erziehung und Bildung aller Mitglieder der Schulgemeinschaft bei, sondern auch zu einer gelingenden Schulkultur und zu einem vertieften Glauben.

• Ermutigung zum nächstmöglichen Schritt

In all unserem Tun, Sprechen und Denken wollen wir uns – im Sinne eines „spirituellen Vorzeichens“ – von einem Spruch Frère Rogers beflügeln lassen, der einmal gesagt haben soll: „Lebe das, was Du vom Evangelium begriffen hast, und sei es noch so wenig, aber: Lebe es!“

Wir wollen versuchen, das in unserer Schule konkret zu leben, was uns als Zu- und Anspruch aus der Botschaft Jesu erwächst. Dabei wollen wir nicht in einen idealisierten Aktionismus verfallen. Das Reich Gottes wächst – einem Samenkorn klein – oft im Verborgenen, Kleinen und Unscheinbaren, selbst dort, wo es mit Scheitern und persönlicher Unvollkommenheit konfrontiert wird. Diese Wirklichkeit schützt vor Überforderung, ermutigt zum Gehen in noch so kleinen Schritten und hält uns offen für die Verheißung, dass Gott es ist, der einmal alles in allem sein wird (vgl. 1 Kor 15,28; Eph 4,6). 

 

*) Die Leitsätze orientieren sich an: Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz (Hg.), Qualitätskriterien für Katholische Schulen. Ein Orientierungsrahmen = Die Deutschen Bischöfe 90 (2009) 7-15.