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Friday, 20. October 2017

Unterwegs in der Kölner Museumslandschaft

Die Exkursionen am Donnerstag, 19.10.2017, führten uns zu drei verschiedenen Museen in Köln, dem Römisch-Germanischen-Museum, dem Museum Ludwig und dem Museum für angewandte Kunst.

Im Römisch-Germanischen-Museum durften wir uns zunächst einmal eine halbe Stunde lang selbst umsehen und in das Thema "Römer in Köln" hinein schnuppern. Nachdem wir so einen kleinen Eindruck bekommen hatten, was uns erwartet, ließen wir uns von der Museumsführerin alles erklären. Der Rundgang fing an einem alten Torbogen an. Dort lernten wir etwas über den Totenkult im römischen Köln. Die Gruppe beschäftigte sich mit den Grabbeigaben und den aufwendig gearbeiteten Grabsteinen. Anders als heute stand dort oft der Beruf und die soziale Klasse, aber nicht das Geburts- und Sterbedatum. Manchmal wurden auch die Familien oder auch die Sklaven abgebildet. Die Grabbeigaben dienen den Forschern als wichtige Informationsquelle und waren auch für uns interessant. Die beigelegten Gegenstände hatten den Zweck, dem Verstorbenen das nächste Leben so angenehm wie möglich zu machen. So wurde einer Frau beispielsweise Schmuck mitgegeben. Ein Arzt bekam seine Instrumente und Medizin mit auf den Weg, um im nächsten Leben wieder seinen Beruf ausüben zu können. Nun zeigte man uns Keramikgegenstände. Die Töpfe, Krüge und Trinkgefäße bestanden aus Ton oder Glas. Das Museum verfügt über die weltweit grüßte Sammlung von antiken Glasflaschen, Schüsseln und Gläsern (Originale). Diese wurden in verschiedenen Farben bemalt. Anschließend lernten wir noch Einiges über den Goldschmuck. Armbänder und Ohrringe waren mit Edelsteinen besetzt. Damals stellten die Goldschmiede Ketten und Anhänger für die vornehmen Römerinnen her. Nur weil Colonia Ara Agrippinensium (kurz Colonia oder CCAA) eine reiche Stadt war, konnten so viele Schmuckstücke gefunden werden.

Zum Schluss kam die hauptattraktion: ein riesiges Mosaik, zusammengesetzt aus über 1,5 Millionen Steinchen, welches einmal den Boden eines römischen Esszimmers zierte. Abgebildet ist Bacchus, der Gott des Weines, zusammen mit seinen Trinkgenossen. Vielen hat das große Dionysos-Mosaik am Besten gefallen. Alles in allem hat die Führung viel Spass gemacht und uns einen spannenden Einblick ins Leben der Römer ermöglicht.

(Die Berichterstattung der beiden anderen Museen folgt.)