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Friday, 01. December 2017

Unterwegs in der Ewigen Stadt

Auf verschiedenen Rundgängen und Stadtspaziergängen lernten die Liebfrauenschülerinnen die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Roms bei bestem Spätsommerwetter kennen. Immer Dabei: Lea Löwe, das Maskottchen unserer Schulfahrt!

 

 

Die Katakomben

Die Katakomben befinden sich in Rom und sind eine Art Friedhof. Die Toten sind hier in mehrere Etagen bestattet. Nach einem aufregenden Tag in der Stadt waren ein paar Mädchen in den Katakomben. Zuerst waren wir in einer sehr alten Kirche, die unter der Erde lag. Nur durch die Fenster oben kam etwas Licht herein. Dort hat uns ein Mann etwas über Roms Katakomben erzählt. Z. B., dass sie mehrstöckig waren, weil es zu wenig Platz für so viele Gräber innerhalb von Rom gab. Nach den Erklärungen ging es richtig los.

Wir gingen eine schmale Treppe hinunter, und schon war man mitten drin. Unser Gästeführer hat uns erzählt, dass sogar schon Forscher hier unten Tage lang herum irrten. Die Gänge sahen sich auch wirklich alle sehr ähnlich. Rechts und links waren schmale Nischen, die als Gräber dienten. Ab und an gab es an den Wänden auch kleine Mosaike und Malereien. Die Nischen waren sehr schmal und kurz. Denn die Römer waren nicht wie in den meisten Filmen groß und dick, sondern eher klein und dünn. Es gab auch Familiengräber. Dort hatte also eine ganze römische Großfamilie Platz. Kleinere Gräber gab es natürlich auch. Dort wurden Babys und Kleinkinder beerdigt. Die Menschen wurden nicht so wie bei uns heute in einem Sarg bestattet. Die Verstorbenen wurden einfach in die Nische gelegt, und die Nische wurde zugemauert. Bei der Beerdigung nahmen nur die engsten Angehörigen des Verstorbenen teil. Die ärmeren Römer haben die Gräber nur mit einfachen Steinplatten verschlossen. Die Reichen dagegen hatten Geld für eine Marmorplatte.

Die Führung war sehr interessant und hat uns wieder einmal ein bisschen schlauer gemacht…

 

Im Petersdom

von Pia Löbbecke, 7b

Am Montag, dem 16.10.2017, besuchten wir den Petersdom. Wir schwitzten unter unseren schweren Rucksäcken wegen der stechenden Hitze. Schon von weitem sahen wir den Petersdom, und je näher wir kamen, desto überwältigender wirkte die Kirche.

Als die Gruppe an dem riesigen Petersplatz ankam, empfingen uns hoch auf dem Dom die Statuen der zwölf Apostel. Schnell kamen wir durch die Sicherheitskontrolle. Doch dann wurde uns mitgeteilt, dass wir heute leider nicht in die Kuppel des Petersdoms gehen könnten. Alle waren sehr enttäuscht, denn eigentlich hatten wir uns auf die atemberaubende Aussicht über Rom gefreut. Trotzdem konnten wir in den Dom hineingehen und das Innere in Gruppen von fünf Kindern erkunden.

Als wir die Eingangstür durchschritten, fühlten wir uns wie in einer anderen Welt. Der Anblick des Inneren war unglaublich, fast unbeschreiblich. Links und rechts hingen am Eingang zwei große von Engelchen bewachte Weihwasserbecken. Der Boden war mit Fliesen ausgelegt. Der vorderste Teil der Kirche wurde durch ein rotes Band von den Menschen getrennt. Vorne rechts saß Petrus aus Bronze auf einem Bronzethron. Eigentlich hätten wir gerne seinen Fuß berührt, doch dies war durch die Absperrung nicht möglich. Durch die riesige Kuppel fiel etwas Licht auf das Dach des Altars.

Die gesamte Decke des Mittelschiffes setzte sich aus vielen goldenen Rahmen mit Verzierungen zusammen. Auch die Seitenschiffe wurden durch Statuen, Gemälde und Gold geziert. Nach einiger Zeit mussten wir den Dom verlassen und sammelten und am rechten Brunnen auf dem Petersplatz. Als alle wieder zusammen waren, verließen wir überwältigt den Petersdom, voller einzigartiger Eindrücke und Bilder.

 

Ausflugstag: „Rund um Rom“

Heute Morgen, also am 17.10.2017, konnten wir endlich einmal länger schlafen, da wir erst um 9:30 Uhr zu unserem Ausflug „Rund um Rom“ starteten. Nach einem entspannten Frühstück packten wir unsere Rucksäcke und Lunchpakete und gingen zu unserem Reisebus, der Nr.5.

Leider fuhren wir mit einer kleinen Verspätung los, kamen aber trotzdem noch früh genug zu unserem ersten Ziel, der Basilika „St. Paul vor den Mauern“. Sie heißt übrigens so, da die Basilika vor der Stadtmauer steht, denn Tote durften nur außerhalb der Stadtmauern begraben werden. Außerdem steht die Kirche auf dem Piazza San Paola. Sie soll eine Art Denkmal an Paulus sein, dessen Grab an dieser Stelle liegt.

Schon von außen sieht die Basilika atemberaubend aus, so ähnlich wie ein Tempel. Denn der Eingang besteht aus sehr vielen nebeneinander gereihten Säulen. Wenn man durch diese hindurch geht, kommt man in eine Art quadratischen Garten, in dessen Mitte sich ein kleines Labyrinth befindet, das sich wie eine grüne Schlange durch den Innenhof schlängelt. Eine Paulus-Statue aus Stein steht ebenfalls im Garten und an der einen Seite stehen mehre kunstvolle Skulpturen. Uns allen hat dieser Anblick auf jeden Fall sehr gut gefallen und wir wollten natürlich erst einmal Fotos machen.

Danach wurden wir in 5er Gruppen eingeteilt und konnten uns so auf eigene Faust der Kirche widmen und sie in Ruhe betrachten. Ich persönlich fand die Kirche wunderschön und es hat sich auf jeden Fall gelohnt dort rein zu gehen, denn alles war golden und sehr reich verziert. Als wir durch den Eingang gingen, zeigte sich erst mal ein sehr langer Saal, an dessen Ende der Chorraum der Kirche lag. Der Saal wurde oben von einem Fries umsäumt, auf dem die Porträts aller bisherigen Päpste abgebildet waren. Früher glaubte man, dass die Welt untergehen würde, falls der Fries irgendwann zu Ende sei und kein Platz mehr für die kommenden Päpste wäre. Zum Glück kam man auf die Idee, einen zweiten Fries zu beginnen und somit war die Welt vor dem Untergang gerettet – zumindest vorläufig…!

Als wir dann alle wenig später aus der Basilika herauskamen, war ich schon sehr gespannt, wie wohl unser nächstes Ziel, die Engelsburg, sein würde. Auf dem Weg dorthin überquerten wir die Engelsbrücke, die sehr berühmt ist. Es stehen nämlich auf ihr Engelsstatuen, welche die Wahrzeichen von Jesus in den Händen halten. Da sind z.B. der Dornenkranz oder das Kreuz zu sehen. Von außen kannten wir die Engelsburg schon von unseren Busfahrten, und wir hatten erfahren, dass sie der Rückzugsort der Päpste im Krieg gewesen war. Äußerlich ist die Engelsburg nicht wirklich prachtvoll, sondern eher schlicht und braun, aber was sich innen verbarg, wussten wir noch nicht.

Zuerst mussten wir viele Treppen steigen, bevor wir durch Spalten in den Mauern nach unten schauen konnten. Immer höher stiegen wir und der Ausblick wurde immer besser, bis wir am Ende ganz oben ankamen und schließlich von einer Terrasse einen richtig guten Blick über Rom hatten; das war so schön! Diesen Moment werde ich bestimmt niemals vergessen. Unsere Gruppe hat dann einfach nur noch die Aussicht genossen. Doch leider mussten wir schon viel zu früh wieder nach unten.

Auf dem Rückweg kamen wir durch viele alte Zimmer, in denen große Kamine standen und deren Wände bemalt waren, was mir gut gefiel. Ich denke, dass die Engelsburg mir mein Leben lang in Erinnerung bleiben wird und ich denke auch, dass ich damit nicht die einzige sein werde. Dann war der Tag auch schon wieder fast um, aber zuvor waren wir noch auf einem Markt am Piazza dei Fiori, auf dem wir Souvenirs kaufen und Eis essen konnten.

Ich war am Ende doch froh, als wir wieder im Bungalowpark ankamen, obwohl mir der Tag echt gut gefallen hat und ich ihn niemals vergessen werde. Es war sogar einer meiner Lieblingstage und ich hoffte beim Einschlafen, dass es den anderen genauso gut ergangen war.

Marie Reichardt, Klasse 7c

 

Im Forum Romanum

Nachdem wir lange für das Forum Romanum angestanden hatten, konnten wir endlich durch die Sicherheitskontrolle gehen und durften uns nach kurzer Absprache frei im Forum bewegen. Wir gingen nach oben auf die Aussichtsplattform und schauten über ganz Rom. Es war ein wunderschöner, sonniger Tag.

Im Forum Romanum entdeckten wir alte, verfallene Gebäude und fanden Wege, die wir normalerweise nie entdeckt hätten. Da ist uns erst aufgefallen, wie groß das Forum Romanum eigentlich ist. Weit und breit Grün und Ruinen. Überall waren Tempel, Basiliken, Denkmäler, kunstvoll verzierte Säulen und Bauwerke, umringt von Steintrümmern, deren Vergangenheit sich nur noch erahnen lässt. Manche dieser Bereiche konnte man nicht betreten, denn das wäre zu gefährlich gewesen.

Alles in allem wirkte das Forum Romanum wie eine unwirkliche und verlassene, dennoch aber geheimnisvolle und schöne Welt.

Sophie Pütz und Anna Schnabel

 

Nächtliche Lichterfahrt durch Rom

Bei Einbruch der Dunkelheit gegen 21 Uhr starteten die 10 LFS Busse zur langersehnten Lichterfahrt. Während der Fahrt durch die Ewige Stadt sahen wir viele Gebäude in strahlenden Farben. Einige davon waren das lila erleuchtete Kollosseum, das Forum Romanum, das einzige weiße Gebäude in Rom, das wegen seines Aussehens auch Schreibmaschine genannt wird und die gelblich schimmernde Engelsburg. Nach einer gelungenen Rundfahrt kehrten wir müde, aber begeistert von der Schönheit Roms bei Nacht zurück.

Katharina Welle, Elly Kayser (5c)