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Wednesday, 12. July 2017

Ancenis-Austausch im März 2017

 

Nach elf Stunden Fahrt, in denen wir an Paris vorbeifuhren und sogar kurz den Eiffelturm sehen konnten, sofern man ihn denn aus der Ferne zwischen den Strommasten entdeckte, wurden wir herzlich von unseren Austauschschülern begrüßt. Beim Abendessen bot sich die erste Gelegenheit für Gespräche auf Französisch oder im Notfall auch Englisch.

Nach einer erholsamen Nacht ging es am nächsten Tag, oft per Schulbus, in die französische Schule. Dort wurden wir vom Schulleiter begrüßt und durch das große Gelände geführt. Anschließend besuchten wir in Gruppen von drei Leuten für zwei Stunden den Unterricht und gingen in der Kantine essen. Den Nachmittag verbrachten wir an der Loire und arbeiteten an der Stadt-Rallye. Wir genossen die Sonne beim traumhaften Anblick der Natur und der Stadt.

Das Wochenende verbrachte jede von uns individuell mit ihrer Gastfamilie. Am Montag stand eine zweistündige Fahrt zu einer Meersalz-Abbauanlage auf dem Programm. Es war extrem windig, aber dann, als wir noch ein kleines Stück weiter zum Atlantik fuhren, schlug das Wetter schlagartig um: Es wurde sonnig, und eine ruhige Brise wehte. Salzige Luft und die sommerliche Urlaubsatmosphäre begrüßten uns am Meer. Anschließend besuchten wir das Ocearium, ein Meereswasser-Aquarium mit Rochen, Haien und Pinguinen.

Am Dienstag fuhren wir nach Nantes, die frühere Hauptstadt der Bretagne. Wir besichtigten die Kathedrale und das Schloss. Nachmittags hatten wir einige Zeit zur freien Verfügung, die viele mit dem Besuch der Passage-Pommeraye verbrachten. Hinter dem unscheinbar wirkenden Eingang verbarg sich eine sehr edel eingerichtete Einkaufspassage, die von schönen Verzierungen und Engelsstatuen geprägt war.

Am darauffolgenden Tag besuchten wir vormittags den Park von Jean-Claude Lambert. Hierbei handelt es sich um einen inspirierenden Künstler, der den Park und einige Räume mit selbst angefertigten Statuen gefüllt hat. Da unsere Austauschschüler nachmittags keinen Unterricht hatten, verbrachten wir die Zeit individuell oder auch in größeren Gruppen beim Laser-Tag oder Bowling.

Den vorletzten Tag verbrachten wir in Angers, einer Stadt nahe Ancenis. Wir besichtigten zuerst ein Museum, welches auf modernen Wandteppichen die Apokalypse darstellt, und anschließend das Schloss mit langen, gestickten Wandteppichen aus dem Mittelalter. Das Schloss hat viele Aussichtsplattformen, auf denen wir den wunderbaren Ausblick genießen konnten. Die kleinen verwinkelten Gassen der Stadt führten uns zu den unterschiedlichsten Orten.

Am letzten Tag hatten wir die Ehre, vom stellvertretenden Bürgermeister von Ancenis empfangen zu werden. Am Abend trafen wir uns bei den Bussen, um den Heimweg anzutreten. Über die Zeit hatte man die Austauschschüler und auch deren Familien sehr lieb gewonnen, und so floss beim Abschied auch die ein oder andere Träne.

J.G., Ch.K., V.R., Ch.E.S. (Stufe 9)