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Wednesday, 12. July 2017

Jedes CDUns braucht ein #NRWir! –politische Geheimsprache oder Liedtext?

 

04.04.2017

Bonner Spitzenkandidaten von CDU, SPD, FDP und Bündnis 90`/Die Grünen stellten sich bei einer Podiumsdiskussion am 28. März 2017 den Fragen der Politik-AG der Liebfrauenschule.

Reichten Konrad Adenauer oder Willi Brandt noch Wahlslogans wie „Keine Experimente“ oder „Mehr Demokratie wagen“, so scheint heute die politische Sprache zunehmend komplizierter und damit unverständlicher geworden zu sein.

Diese Geheimsprache zu entschlüsseln, hat sich die Politik-AG der Liebfrauenschule Bonn, bestehend aus Schülerinnen der Jahrgangsstufen Q1+Q2 unter Leitung von Sowi-Lehrer Konrad Hromek, zum Ziel gesetzt. In Kleingruppen setzten wir uns mit den Themen Innere Sicherheit, Umwelt, Finanzen, Schule und Soziales auseinander. Dabei sahen wir genau hin und lasen die Parteiprogramme von CDU, SPD, FDP und Bündnis‘ 90/Die Grünen auch mal „gegen den Strich“, um relevante Aussagen zur diesjährigen NRW-Landtagswahl herauszufiltern.

So vorbereitet, sahen wir der Podiumsdiskussion anlässlich der diesjährigen Landtagswahlen am 14. Mai 2017 gespannt und voller Vorfreude entgegen. An der Liebfrauenschule ist es seit den Europawahlen 2013 Tradition, kurz vor den Wahlen Bonner Politiker zu einer Podiumsdiskussion einzuladen, um komplexe politische Zusammenhänge schülergerecht zu erklären und bei Jugendlichen politisches Interesse zu wecken.

Am Abend des 28. März fanden sich Guido Déus (CDU), Peter Kox (SPD), Florian Even (FDP) und Doro Schmitz (Bündnis‘90/Die Grünen) in der Aula der LFS ein, um sich offen unseren Fragen zu stellen und ihre politischen Vorhaben für die kommende Legislaturperiode anzukündigen. Dabei wurde kaum ein Themenfeld des aktuellen politischen Diskurses ausgespart, wie folgender Ausschnitt aus dem Fragenkatalog der Schülerinnen zeigt:

Wofür möchte die Parteien in der kommenden Legislaturperiode in NRW Geld ausgeben und wo wollen sie einsparen? Kann man angesichts der Schullandschaft in NRW eigentlich von Chancengleichheit sprechen? Was wird aus dem „Bonner Kunstrasen“ und aus anderen Großveranstaltungen in der Rheinaue, wenn sich weiterhin einzelne Bürger über den Lärm beschweren?“

Die dadurch entfachte Diskussion bot den zahlreichen Besuchern den Blick auf viele kontroverse Positionen. Uns, den Schülerinnen der Politik-AG, zeigte sie auch, dass es sich lohnt, die Sprache der Politiker zu entschlüsseln und über die Wahlslogans hinaus genau zuzuhören.

Katharina Klaes, Q 2