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Friday, 12. February 2016

Schule für Mädchen

Plädoyer für ein katholisches Mädchengymnasium

Die katholische Mädchenschule sieht ihre Bildungsaufgabe in Offenheit für die Zeit und die Anforderungen, die sich den Schülerinnen für ihre Lebensplanung stellen. Die wichtigste Grundlage für ein erfolgreiches Lehren und Lernen und zur Entwicklung eines gesunden Selbstgefühls bietet ein Klima vertrauensvoller Zusammenarbeit von Lehrenden, Schülerinnen und Eltern.

Kinder und Jugendliche sind in unserer Zeit in eine Freiheit gestellt, die sie vielfach unvorbereitet trifft, der auch die Erwachsenen durch Pluralisierung von Werten und Verhaltensmustern ohne rechte Bewertung und Einordnung gegenüberstehen. Die Schule für Mädchen bietet für die Herausforderung einer eindeutigen weltanschaulichen Wertsetzung die angemessenen Voraussetzungen.

Ernst zu nehmende Ergebnisse aus der Verhaltensforschung, der Psychologie und der Pädagogik belegen, dass sich an homogenen Jungen- und Mädchenschulen die Fächerwahl nach dem individuellen Begabungsgefälle richtet und nicht nach dem an gemischten Schulen bestimmenden Vorurteil der weiblichen und der männlichen Sonderbefähigung für die Sprachen bzw. für die Naturwissenschaften. Zudem liegen im inhaltlichen und methodischen Angebot der einzelnen Fächer viele Chancen, die Sichtweisen der Frau, weibliche Wertsetzung sowohl im Rational-Intellektuellen als auch im Ästhetischen und Sportlichen zur Geltung zu bringen. So verlassen Mädchen Mädchenschulen selbstsicherer und selbstbewusster, weil sie die mannigfaltigen Phasen und Schritte im inneren Auf- und Ausbau der eigenen Ich-Struktur unbeschadet haben durchlaufen können.

Christlich gesehen führt echte Selbstverwirklichung zu einer Entscheidungsfähigkeit, die Verantwortung für das eigene Handeln einschließt. Die Liebfrauenschule Bonn als katholisches Gymnasium für Mädchen möchte Mädchen und junge Frauen ermutigen, aus dem christlichen Glauben die zuversichtliche Zusage für ein sinnvolles Leben zu gewinnen, in dem auch Schuld und Versagen als ständige Erfahrung des emanzipierten, autonomen Menschen in erlöster Freiheit aufgehoben werden. Das Mädchengymnasium erweist sich als eine Schule für die Zukunft, für die Zukunft der Frau. Es wird von der Überzeugung getragen, dass Frauen Großes vollbringen.